Trippstadt liegt 10 Kilometer südlich der Universitätsstadt Kaiserslautern im Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald. Mit etwa 3.400 Einwohnern ist Trippstadt die größte Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Kaiserslautern-Süd.
Die erste urkundliche Erwähnung als „Driebescheit“ findet sich 1293 in einer Schenkungsurkunde durch Wirich von Daun, Burgherr auf Wilenstein, an die Mönche des Zisterzienserklosters Eußerthal.
Die Siedlungsform Trippstadts (ein Hauptort mit 22 Annexen) stellt im Pfälzerwald eine Besonderheit dar. Die weit zerstreut liegenden Annexen entwickelten sich aus der Zweckmäßigkeit des Wohnens am Arbeitsplatz heraus. Es waren Bauerngehöfte, Forst- und Waldarbeiterhäuser, Mühlen sowie Köhler- und Hüttenarbeitersiedlungen.
In den letzten 16 Jahren ist die Trippstadter Bevölkerung um 14% von 2879 auf 3338 Personen gewachsen. Damit lag die Wachstumsrate höher als in Rheinland-Pfalz und im Landkreis Kaiserslautern. Trotz dieses erfreulichen Ergebnisses muss festgehalten werden, dass sich das Wachstum in den letzten Jahren verlangsamte und in 2006 erstmals ein leichter Rückgang der Einwohnerzahl verzeichnet wurde.
Trippstadt ist in erster Linie als Wohnstandort und klassische „Auspendlergemeinde“ zu bezeichnen. Seit der Jahrhundertwende ist die Zahl der Betriebe deutlich angestiegen. Es gibt derzeit über 220 Unternehmen, die zum Großteil im Hauptort angesiedelt sind und als Ein- Mann- Betriebe geführt werden.
Trippstadt ist mit allen Grundversorgungsfunktionen für seine Einwohner ausgestattet. Aber der demographische Wandel und der damit zusammenhängende Bevölkerungsrückgang können zu mangelnder Auslastung und – in der Folge – zu einem Wegfall einzelner Leistungen führen.
Die Dorferneuerung in Rheinland-Pfalz ist ein Förderinstrument des Landes zur Unterstützung der Gemeinden, die ihre strukturelle Entwicklung als Selbstverwaltungsaufgabe wahrnehmen und zugleich Teil einer aktiven Strukturpolitik für die ländlichen Räume sind.