Siedlungsstruktur

 

Die Siedlungsform Trippstadts (ein Hauptort mit 22 Annexen) stellt im Pfälzerwald eine Besonderheit dar. Die weit zerstreut liegenden Annexen entwickelten sich aus der Zweckmäßigkeit des Wohnens am Arbeitsplatz heraus. Es waren Bauerngehöfte, Forst- und Waldarbeiterhäuser, Mühlen sowie Köhler- und Hüttenarbeitersiedlungen.

Der Hauptort Trippstadt entwickelte sich aus einer ursprünglich zweizeiligen Bebauung entlang einer Dorfstraße. Die älteste noch erhaltenen Gebäude stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, sind heute aber umgebaut und in ihrer Substanz stark verändert. Es gibt noch wenige Fachwerkbauten und unverputzte Sandsteinhäuser.

Erst 100 Jahre später setzte eine Siedlungsentwicklung abseits der Hauptstraße ein, „Hasengasse“, „Bogenstraße“, „Am Hohen Rech“ sowie die Wochenendhausgebiete „Steinhübel“ und „Am Taubenplatz“. In den 1980ern erfolgte die Erschließung des Neubaugebietes „Am Stockacker“.

Das ursprüngliche Straßendorf ist im heutigen Siedlungsbild immer noch erkennbar. Einen echten Dorfmittelpunkt besitzt Trippstadt nicht. Den kleinen Plätzen fehlt es an Aufenthaltsqualität. Herausragende Merkmale im Siedlungsbild sind die in den 1970er Jahren fertiggestellten Hochbauten des GDA-Wohnstiftes und des Studentenwohnheims, sowie das Barockschloss mit Schlossgarten.